Kurzurlaub Rom: Bericht mit Tipps, Tricks und Empfehlungen

Wir waren zu zweit für 4 Tage im März 2014 in Rom und hatten prinzipiell eine tolle Zeit, hätten jedoch den einen oder anderen Tipp gerne schon vorher gewusst. Deswegen dachte ich mir, schreibe ich diesen Blog-Eintrag. (mit Update vom 4.11.2019)

Tag 1 – Fiumicino, das Meer und das Hotel

Wir hatten tolle Flugzeiten von Wien nach Fiumicino und landeten schon um 11h vormittags in Italien. Wir dachten uns, wenn wir schon mal so nahe am Meer sind, könnten wir gleich mal dort hinschauen.

Dazu haben wir mal unser Gepäck am Flughafen Storage (€ 6,- pro Gepäck für 24h) abgegeben und sind mit dem Taxi nach Fiumicino (Stadt) gefahren. Hier war es gar nicht mal so leicht rauszufinden, wie man dazu ein Taxi findet, denn gefühlte 99% fahren ja vom Flughafen gleich direkt nach Rom. Dazu muss man wissen, dass man nicht zum ersten großen Taxistand gehen darf, sondern man weiter (Richtung Zug) gehen muss, wo die Taxis eben in die andere Richtung fahren. Der erste Taxifahrer ist gleich mal ohne Taxameter gefahren und hat Pauschal € 20,- genommen. Der zweite ist mit Taxameter gefahren und verlangte nur € 16,-.

Im März war die Strandgegend nicht sehr belebt und daher auch nicht so einladend – wie erwartet. Wir haben dann ein nettes Restaurant gefunden, dass dann auch tatsächlich offen hatte, aber leider nur Fischspeisen anbot. Da wir beide keine Fischesser sind, war es daher nicht so berauschend.

Zurück am Flughafen wollten wir dann zu unserem 4* Hotel „Alpi“ nach Rom fahren, das sich gleich in der Nähe des TERMINI Hauptbahnhofes befand. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man nach Rom fahren kann, wir haben uns für den Non-Stop Zug „Leonardo“ entschieden, der zwar € 14,- pro Person kostet, jedoch am schnellsten ist.

Tipp: An den Ticketschaltern hat man uns auch gleich als Alternative ein Shuttle-Taxi angeboten, dass ab 2 Personen um € 15,- pro Person direkt zum Hotel fährt. Dieses Angebot haben wir bei der Rückreise zum Flughafen angenommen und man hat definitiv die bessere Aussicht, als bei der Zugfahrt. Der Zug fährt außerhalb vom Zentrum Roms durch die eher unschöneren Ghetto-Bauten, während das Taxi quasi mitten durch das Zentrum fährt und man somit auch gleich eine schnelle Sightseeing-Tour inbegriffen hat. Wer es aber eilig hat und nicht im Stau stehen mag, für den ist der Zug die bessere Wahl.

Hotelbewertung:
Das Alpi Hotel war Preis-/Leistungsmäßig perfekt und auch von der Lage angenehm. Wir haben das teuerste Zimmer DELUXE genommen, weil es preislich nicht mehr erheblich teurer war und wir einen Balkon im fünften Stock, schallisolierte Wände und eine Badewanne mit Whirlpool-Düsen hatten. All diese Dinge hatten wirklich ihren Mehrwert, wenn man bedenkt, dass in ganz Italien ein Indoor-Rauchverbot gilt und man so zumindest am Balkon rauchen konnte. Auch der Straßenverkehr in Rom ist der helle Wahnsinn und man hat das Gefühl, dass 24h am Tag Rush Hour ist. Da haben die schallisolierten Wände definitiv Sinn gemacht, insbesondere, wenn sich das Hotel so nahe am Hauptbahnhof befindet.

Frühstück war inbegriffen und eigentlich ganz gut. Einzig der Kaffee war eine Schande für Italien. Keine Ahnung, warum sie den Kaffee so versauen konnten, aber es war uns durch die vielen Rezessionen bereits vor Ankunft bekannt und daher nur halb so schlimm, als wir uns selbst davon überzeugt haben.

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Tag 2: Vatikanstadt, Peterskirche und vatikanische Museum (Sixtinische Kapelle)

Wir haben uns dafür entschieden jeweils ein 48h Sightseeing-Bus-Ticket um € 25 zu nehmen, da man damit zu den wichtigsten Punkten in Rom fahren konnte und weder einen finanziellen Stress, wie bei einem Taxi, das im Stau steht und der Taxameter läuft, bekommt, noch Platzmangel erleiden muss, wie in der U-Bahn. Wir haben den roten Bus (Citysightseeing) genommen, ich kann aber nicht sagen, ob die anderen Anbieter günstiger oder besser gewesen wären.

Wir sind also im Vatikan ausgestiegen und schon am Petersplatz mussten wir feststellen, dass wir nicht die einzigen Touristen sind. Es war Dienstag und es war März und trotzdem waren bei allen Highlights in Rom jedes Mal gefühlte 10000 Touristen. Das muss man scheinbar in Rom akzeptieren, oder wir haben eine schlechte Zeit zum Reisen gewählt.

Der Eintritt in die Peterskirche ist kostenlos und man muss davor wie am Flughafen durch die Sicherheitskontrollen durchgehen. Deswegen war die Menschenschlange leider sehr lang, aber die Wartezeit an sich war eigentlich okay. In der Basilica selbst durfte man sich frei bewegen und sogar fotografieren. Nachdem wir dann dort fertig waren, wollten wir die Sixtinische Kapelle und das Vatikanmuseum besuchen. Was wir nicht wussten, war, dass man dazu einmal um den Vatikan herum gehen musste.

Info-Tipp: Wer die Sixtinische Kapelle sehen möchte, muss das gesamte Vatikanmuseum besuchen, der Preis von € 15,- inkludiert beides. Der Eingang befindet sich leider etwa 1 km entfernt vom Petersplatz und man marschiert mit vielen anderen zirka 20 Minuten dort hin. Das Museum schließt um 16h und es ist so umfangreich, dass man vermutlich den ganzen Tag dort verbringen könnte, wenn man alles sehen möchte.

Tag 3: Altstadt, Ausgrabungen, Colosseum, Palatino, Forum Romanum

Am dritten Tag wollten wir dann endlich das Kolosseum sehen und mussten wieder in einer Menschenschlange unseren Platz einnehmen. Anfangs ging es schnell voran, aber irgendwann wurde es dann langatmig. Erst sehr viel später in der Schlange haben wir ein nettes Schild mit einem QR-Code entdeckt, dass darauf hinwies, dass man die Tickets online kaufen soll und somit die Schlange umgehen kann. Dann kam ein Typ und schrie in die Menge, dass man eine guided tour um € 5,- Aufpreis nehmen kann und man damit ebenfalls die Warteschlange umgehen kann. Nach kurzem Zögern, haben wir das dann auch gemacht und konnten tatsächlich die Schlange überspringen.

Prinzipiell unterscheiden die Kolloseum-Betreiber 3 verschiedene Arten einer guided tour:

  • Eine Audio guided tour
  • Eine Video guided tour
  • Eine persönliche guided tour

Wir haben uns auf freiem Fuß bewegt, sind aber danach draufgekommen, dass man die unterste und die oberste Ebene nur mit einem Reiseführer (Guide), also einer menschlichen guided tour, betreten kann.

Info-Tipp: Zusammengefasst sollte man also die Kolosseum-Tickets schon vorher online kaufen und erspart sich damit gute 1-2 Stunden Wartezeit. Wer dann auch noch die exklusiven Ebenen sehen möchte, muss eine menschliche guided tour dazubuchen, die nur auf Italienisch oder Englisch geführt wird.

Als wir dann aus dem Kolosseum draußen waren, sind wir gleich weiter ins Forum Romanum gegangen, da das Ticket ein Kombi-Ticket war und alle 3 Sehenswürdigkeiten (Colosseum, Palatino, Forum Romanum) beinhaltete.

Info-Tipp: Achtung! Das Ticket gilt zwar 2 Tage, gewährt aber jeweils nur 1 Eintritt pro Person. Wer also einmal im Forum Romanum drinnen ist, hat sein Ticket bereits entwertet.

Die Ausgrabungen im Palatino bzw. Forum Romanum waren mein persönliches Highlight, weil man wirklich das Gefühl bekommt, wie es im alten Rom gewesen sein muss. Auch hier könnte man sehr leicht mehrere Stunden verbringen. Echt toll und klare Empfehlung.

UPDATE (4.11.2019) – Es hat sich einiges bei den Kolosseum Tickets geändert:

  • Es dürfen nur mehr max. 3000 Besucher gleichzeitig rein, d.h. man muss jetzt immer einen Timeslot reservieren.
  • Die offiziellen Eintrittspreise haben sich seit 1.11.2019 auf € 16,- (früher € 12,-) erhöht. Das ist der Minimum-Preis. Alle Extras demenstrechend mehr. Reservierung kostet immer € 2,- extra, d.h. man zahlt online jetzt mehr, hat aber dafür die Gewissheit, dass man Tickets zum gewünschten Zeitpunkt hat. Hier meine Übersicht.
  • An der Kassa direkt beim Kolosseum bekommt man nur mehr Tickets für den selben Tag. Sind die Timeslots aus, kann man nicht zb für den nächsten Tag Tickets kaufen. Man müsste sich wieder am gewünschten Tag neu anstellen – daher Online-Kauf empfehlenswert.
  • Es gibt immer definierte Gratis-Eintritts-Tage für das Kolosseum in Rom – hier gilt „solange der Vorrat reicht“.
  • Auch Besitzer von Roma-, Turbo- und Citypass benötigen eine Reservierung (Timeslot) und müssen anrufen. Telefon Kolosseum +39 06 39967575. Die Reservierung kostet auch hier 2 Euro.
  • Es gibt viele externe Anbieter, die auch „Skip the Line“, also „Priority“ Tickets anbieten. Diese sind noch teuerer, können aber etwas Zeit sparen. Garantie hat man da aber ebenfalls keine. Ich werde demnächst einen Anbieter testen, der am seriösesten erscheint und berichten.

Tag 4: Circus Maximus, Trevi-Brunnen, Spanische Treppe, Pantheon, Piazza del Popolo

Am letzten Tag waren wir wieder in der Altstadt und haben uns den Circus Maximus angesehen. Ehrlicherweise war das das langweiligste in Rom und man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man diese Sehenswürdigkeit auslässt. Im Prinzip ist dort nur eine Wiese mit einem kleinen Damm in der Mitte, sodass man erahnen kann, wie hier damals die Pferderennbahnen verlaufen sind. Eher unspektakulär.

Danach wollten wir wieder zu den Ausgrabungen schauen, aber mussten eben feststellen, dass wir  unser Kombiticket bereits am Vortag entwertet haben und die „2 Tage Gültigkeit“ nicht so zu verstehen ist, dass man 2 Tage Zugang hat.

Wir haben uns dann die Ausgrabungen angesehen, die entlang der Strasse verlaufen und kostenlos zu begutachten sind. Wir sind Richtung Norden gegangen, bis man beim großartigen Monumento a Vittorio Emanuele II gelangt. Dieses Bauwerk ist schwer beeindruckend und muss man aus allen Winkeln gesehen haben. Man darf sogar ohne Eintritt bis nach oben gehen, wo man einen wunderschönen Ausblick über Rom findet. Die letzten 10 Meter erreicht man nur mit einem Lift, der dann aber € 7,- kostet.

Info-Tipp: Unbedingt  auf das Monumento a Vittorio Emanuele II raufgehen und den Ausblick genießen. Es gibt oben sogar eine nette Gastro.

Wir richteten unsere weitere Rom-Tour nach Norden aus, wo man den Trevi-Brunnen, die spanische Treppe, das Pantheon und den Piazza del Popolo sehr gut zu Fuss erreicht und zwischen den jeweiligen Sehenswürdigkeiten maximal 10 Minuten benötigt. Jede Attraktion war nett anzusehen, aber auch wieder von tausenden Touristen und jene, die mit den Touristen Geld machen wollen, heimgesucht.

Fazit: Rom ist eine herrliche Stadt und sollte man unbedingt mal gesehen haben. Wenn jemand mit Menschenmassen ein Problem hat, sollte vielleicht vorher Baldrian-Tropfen nehmen. 😉

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