Nespresso Kaffee-Kapsel selber befüllen

Ich habe schon einmal einen Blogartikel verfasst, wo ich Kapsel-Kaffee als ökologische Katastrophe verteufelt habe. Ich bleibe bei der Meinung und möchte daher eine Möglichkeit aufzeigen, wie man mit einer Nespresso-Kaffeemaschine trotzdem die Umwelt schonen kann, nämlich: die Kapseln selber befüllen.

Warum Nespresso-Kapseln selber befüllen?

Wer schon bereits eine Nespresso-Maschine besitzt, aber irgendwann selbst erkannt hat, dass das Daseins eines Kaspsel-Sklaven nicht gut für die Umwelt (Müll, Ressourcen…) und das eigene Geldbörserl ist, könnte ganz einfach seine NESPRESSO zu einer gewöhnlichen ESPRESSO-Maschine verwandeln, indem man die Kaffee-Kapsel selber befüllt.

Die Nespresso-Maschinen sind ja technisch gesehen sehr gute Espressomaschinen und man soll ja nicht aufgrund eines Sinneswandel schon wieder eine neue Kaffeemaschine kaufen und die alte vielleicht ebenfalls zu Müll machen. Nein, wenn man umsteigen möchte, sollte man seine alte Nespresso-Maschine entweder verkaufen, oder eben ökologisch weiterverwenden.

Nespresso zu Espresso

Es gibt mittlerweile schon leere Edelstahl-Kapseln zum Kaufen, die sich immer wieder befüllen lassen. Hier habe ich selbst keine Erfahrung, jedoch sollte man aufpassen, dass die Maschine dafür kompatibel ist.

Es gäbe auch die Möglichkeit leere Plastik-Kapselhüllen zu kaufen, aber hier geht ja der eigentliche Sinn verloren, da man ja dabei schon wieder Müll erzeugen würde.

Die einfachste Lösung ist, bereits verwendete Aluminium-Kapsel wiederzuverwenden. Ein weiterer Vorteil ist dann, dass man jeden Kaffee der Welt mit seiner Nespresso-Maschine verwenden kann. Ein kleiner Nachteil ist leider, dass die Crema nicht so perfekt wird.

Wie man Nespresso-Kapsel selbst befüllt

Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung (How to) wie man am besten selbst gemahlenen Kaffee in einer Nespresso-Maschine zubereitet. Ich übernehme natürlich keine Haftung, falls eventuell Schäden an der Maschine entstehen – aber keine Sorge, ich selbst habe das schon öfters gemacht und das Schlimmste, das mir bis jetzt passiert ist, war, dass sich die Alufolie irgendwo in der Maschine verklemmt hat, oder man den Innenraum der Maschine etwas flutet. 🙂

  • Schritt 1: Alte Aluminium-Kapsel leeren
  • Schritt 2: Gemahlenen Kaffee in die Kapsel einfüllen
  • Schritt 3: Die Kapsel mit Alufolio hinten verschließen und perforieren
  • Schritt 4: Die Kapsel richtig in die Maschine einlegen. FERTIG!

Alte Aluminium-Kapsel leeren

Bei den bereits verwendeten Alu-Kapseln einfach mit einem Stanley-Messer (vorsichtig) die alte durchgestochene Folie entfernen und den alten Kaffeesud entsorgen. Die Kapsel danach kurz mit Wasser ausspülen und schon ist die leere Kapsel einsatzbereit.

Gemahlenen Kaffee in die Kapsel einfüllen

Kaffeebohnen am besten selbst mechanisch mahlen, oder eben gemahlenen Kaffee verwenden. Natürlich schmeckt der frisch-gemahlene besser. Die Kapsel bis oben hin mit Kaffee voll machen und nur leicht mit dem Daumen nach unten drücken. Wenn es zu fest ist, rinnt das Wasser nicht mehr durch und flutet nur die Maschine. Wenn es zu leicht gepresst ist, wird der Kaffee zu dünn. Hier muss man erst das richtige Gefühl entwickeln, also nicht ärgern, wenn es ein paar Versuche braucht.

Die Kapsel mit Alufolio hinten verschließen

Mit gewöhnlicher Alufolie hinten die Kapsel verschließen und eventuell mit einer Nadel mehrmals hinten einstechen. Das hängt von der Maschine ab. Ich musste damals die Folio perforieren, da die Maschine sonst nicht durchstechen konnte.

Die Kapsel richtig in die Maschine einlegen

Der letzte Schritt ist wichtig: Die Kapsel ab sofort immer mit der selben Seite nach oben einlegen, da die Maschine meist mit 3 Löchern vorne einsticht und man ja die bestehenden Löcher verwenden möchte. Würde man das nicht beachten, würde man irgendwann vorne die gesamte Kappe abschneiden. Am besten ihr definiert eine Oberseite der Kapsel, indem ihr sie mit einem Lackstift markiert.

Fazit

Wenn man etwas übt, funktioniert das sehr gut. Ja, zugegeben, es ist am Anfang ein bisschen eine Patzerei, aber auch bei Siebträger-Maschinen muss man am Anfang etwas herumexperimentieren.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Umweltschutz, Kostenersparnis und Flexibilität.
Einen Nachteil konnte ich noch nicht verhindern: Die Crema wird leider nicht so gut, wie bei den gekauften Kapseln. Hier würde mich interessieren, woran das eigentlich liegt.

Freue mich über Kommentare und Zuschriften, falls ihr da einen Tipp für mich habt. Danke!

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