Kurzurlaub Malta (Sliema, Valletta, St. Julien's) - Reisebericht mit Tipps, Tricks & Empfehlungen

Ich war zuletzt mit 17 Jahren auf Sprachreise in Malta und war von dieser einen Woche begeistert. Da es im Oktober dort noch schön sonnig ist, beschloss ich nun nach so vielen Jahren wieder mal diese Mittelmeerinsel zu besuchen. 

Heuer wollte ich im Oktober für ein paar Tage verreisen, um noch etwas Sonne zu tanken, bevor die dunkle Jahreszeit in Österreich beginnt. Wir entschieden uns für Malta, da ich von meiner Sprachreise von damals schon wusste, dass es im Oktober noch sehr sonnig ist und diese Insel 7000 Jahre Geschichte zu erzählen hat.

Das Wetter

Vom Wetter her ist es im Oktober noch sehr sonnig in Malta und es hatte angenehme Temperaturen zwischen 20 – 25°C. Da es aber eine Insel ist, weht leider fast immer ein starker Wind, man kann fast sagen ein Sturm. Deswegen sollte man zu dieser Jahreszeit von der Badehose bis zur leichten Jacke alles im Gepäck mithaben. Ich war immer in T-Shirt und langer Hose unterwegs, hatte aber auch etwas langärmeliges immer im Rucksack zum Anziehen, sobald die Sonne weg war oder man länger wo gesessen ist und der Wind ging.

Besichtigungen (Sightseeing)

Prinzipiell bietet die Insel sehr viel zum Besichtigen, wir haben uns aber auf die 3 Städte Valetta, Sliema und St. Julien’s beschränkt, da wir nur 3,5 Tage dort waren und auch alles zu Fuß gegangen sind bzw. manchmal den Bus nutzten. Für alles außerhalb der Städte, hätten wir uns ein Mietauto nehmen, oder längere Fahrten mit dem Bus machen müssen.

Valletta

Malta Valletta
Valletta ist die Hauptstadt Maltas und wird im Jahr 2018 gemeinsam mit Leeuwarden (NL) Kulturhauptstadt Europas sein. Deswegen war zu unserem Zeitpunkt 2017 noch sehr viel Baustelle.

Sonst kann man diese Stadt sehr schnell zu Fuß abgehen und entdeckt dort den Grand Masters Palace, das Kriegsdenkmal Belagerungsglocke Siege Bell War Memorial, die Lower Barrakka Gardens und etliche Kirchen, wobei diese oft schwer als Ganzes zu sehen sind, da die Gassen sehr eng sind und man nicht weit genug weggehen kann, um sie komplett zu sehen. zB die Kuppel der Karmelitenkirche – diese sieht man nur außerhalb Vallettas. (siehe Foto)

Es gibt viele Lokale und Cafes dort; besonders nett fanden wir das Cafe Cordina, wo man sowohl drinnen als auch draußen nett sitzen kann und es sehr an ein Wiener Kaffeehaus erinnert.

Sliema

Malta Valletta
Für mich war in Sliema der Hafen und die Promenade das schönste Fleckchen während unseres Aufenthaltes und ich empfehle gleich an dieser Stelle, dass man möglichst dort eine Unterkunft nehmen sollte.

Hier ist wohl der touristischste Teil und man findet jede Menge Geschäfte, Lokale, Bars und Hotels. Alle 10 Meter stehen auch Typen auf der Promenade und verkaufen diverse Boots- und Busfahrten für Touristen. Ich empfehle hier die Grand Harbor Schiffsrunde um € 10,- p.P., oder im Mindestfall die Fährenfahrt nach Valetta um € 1,50 pro Person.

St. Julien’s & das Cat Village

Malta Valletta

Wenn man von Sliema weiter nordwestlich geht, kommt man irgendwann zur St.Julien’s Bay (siehe Foto). Dort ist es auch sehr schön und es gibt etliche Lokalitäten zum Einkehren. So richtig faszinierend war aber das Cat Village dort – ein Paradies für Katzenliebhaber.
Malta Valletta
Die Malteser haben nämlich dort einen riesigen Park am Meer errichtet, der von geschätzten 50 Katzen bewohnt wird. Ja, ihr habt richtig gelesen! Dort wohnen frei streunende Katzen, die den ganzen Tag faul in der Sonne liegen und sich füttern und streicheln lassen. Ich weiß ehrlicherweise nicht, ob es irgendwo anders noch so etwas Skurriles gibt, aber wir haben es unglaublich cool gefunden und ich empfehle jedem Katzenfreund diesen Fleck zu besuchen. 🙂

Msida Yacht Hafen

Unser Apartment war bei der Msida Yacht Marina (siehe Titelbild ganz oben) bei der Bushaltestelle Kullegg und eigentlich nur 15-20 Minuten zu Fuß von Sliema & Valletta entfernt, jedoch konnte dieser Stadtteil weder von der Infrastruktur, noch mit der Schönheit von Sliema mithalten. Es gab hier kaum Restaurants, Bars oder Pubs und wir hatten nicht mal einen Supermarkt in der Nähe. Abends waren auch eher düstere Gestalten unterwegs und generell waren hier die Gebäude sehr heruntergekommen. Deswegen kann man diesen Stadtteil eigentlich eher auslassen, oder maximal tagsüber einmal durchqueren.

Fazit

Pro:

Malta ist sonnig und nur 2 Flugstunden von Wien entfernt und bietet sehr viel Historisches zum Entdecken. Preislich war alles in Summe sehr akzeptabel und im Vergleich zu Italien günstig. Man kommt überall mit Englisch durch und kann gewohnt in Euros zahlen. Sliema Hafen ist der Hotspot, wo man alles geboten bekommt.

Contra:

Alles abseits der touristischen Gegenden ist Malta eigentlich ein Trümmerhaufen. Man hat das Gefühl, dass hier erst vor kurzem Krieg war, weil einfach jedes Haus, jede Fassade, jeder Gehsteig, usw… kaputt ist. Natürlich ist der Süden immer etwas abgenützter, aber Malta ist hier die Benchmark der „Heruntergekommenheit“. Parallel dazu gibt es tausende Baustellen und man hat das Gefühl, dass man dort nun in sehr kurzer Zeit alles renovieren möchte, was scheinbar Jahrzehnte lang davor nicht möglich war.
Sonst war ich etwas geschockt, wie extrem dort der Autoverkehr ist und dass man leider als Fußgänger sehr aufpassen muss, da es oftmals nicht mal Gehsteige gibt, oder nur sehr schmale, die etwa 50 cm breit sind.

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